Industriekultur-Garten Paradies

Das auf dem Bild zu sehende Paradies gilt als besonderer Ort in der Weltkulturerbestätte Völklinger Hütte und ist auch europaweit einmalig. Es befindet sich in der früheren Kokerei des ehemaligen Eisenwerkes. In diesem Bereich wurden mitunter die schwersten Arbeiten innerhalb des Betriebes verrichtet. Der Ort diente der Erzeugung von Koks, der für die Herstellung von Roheisen wichtig war. Im Volksmund sprach man von "arbeiten in der Hölle", denn neben der extremen Hitze war man hier permanent Qualm, Gasen und Gestank ausgesetzt. Diese einstige "Hölle" hat sich nach der Stilllegung der Werkes in ein Paradies verwandelt. Heute bilden hier Industriekultur und Natur eine beeindruckend Einheit.

Neben der Hochofengruppe haben sich Tiere und Pflanzen nach und nach ausgebreitet und das Gelände zurückerobert. Zudem entstand hier nach den Entwürfen der Landschaftsarchitektin Catherina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau ein weitläufiger Landschaftsgarten. In insgesamt 12 Gartenräumen zeigt dieser das Zusammenspiel von Industrie und Natur. Zwischen den Koksbatterien wachsen Birken, und in dem einstigen Teerbecken kann man mittlerweile Fische sehen. Mehrere Bänke laden des Weiteren zum Innehalten in der Natur ein.

Hochöfen der Völklinger Hütte  im Saarland Deutsches Tor in Saarlouis
Das Paradies in der Völklinger Hütte

Landkarte

Foto: Das Paradies in der Völklinger Hütte
Kategorien: Weltkulturerbe, Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke, Parkanlagen & Gärten, Spaziergänge

Lage: Völklingen, Saarland, Deutschland