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Brauerei Schmucker

Der Sitz der südhessischen Brauerei Schmucker befindet sich im Mossautals. Das hier gebraute Bier gehört inzwischen wie der Kochkäse und Apfelwein zu den kulinarischen Wahrzeichen des Odenwalds. Die Brauerreigeschichte reicht bis ins Jahr 1780 zurück. Damals stellte Nikolaus Schönberger erstmals sein eigenes Bier für die "Brauerei-Gaststätte" in Ober-Mossau her. 1921 übernahm Friedrich Gottlieb Schmucker die Brauerei. Unter seiner Leitung erfolgten an dem Unternehmen umfassende Erweiterungen. Im Zuge dessen entstanden unter anderem der Gärkeller sowie das Lager. Sowohl die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre als auch der Zweite Weltkrieg gingen an dem Unternehmen nicht spurlos vorbei. Vor allem Erstere sorgte für einen erheblichen Einbruch des Absatzes.

Nach Kriegsende übernahm Peter Lippmann 1948 die Geschäftsleitung der Firma. Zehn Jahre später begann die Brauerei als erste in der Bundesrepublik mit der Errichtung einer Kläranlage, weitere Um- und Ausbauten des Unternehmens folgten. Zudem kamen im Laufe der Jahrzehnte immer mehr technische Erneuerungen hinzu, wie zum Beispiel die Fassreinigung und -abfüllung oder auch eine moderne Filtrationsanlage. 1985 erfolgte des Weiteren die Fertigstellung des neuen Sudhauses. 1993 fand die Inbetriebnahme eines innovativen Logistikzentrums und Flaschenkellers statt. Neun Jahre danach wurden neue Gär-, Filter und Filterbereiche eingeweiht.

Aufgrund der vielen Invenstitionen geriet die Brauerei Schmucker immer mehr in finanzielle Not. 2006 übernahm die Brau Holding International die meisten der Unternehmensanteile, später auch die Verbliebenen. Heute umfasst die Produktpalette der Firma insgesamt 18 Biersorten.

Brauerei Schmucker

Foto: Brauerei Schmucker

Kategorie: Museen im Odenwald



Geographische Lage

Ort: Mossautal, Buntsandstein-Odenwald, Odenwald, Deutschland