Pyramiden von Güímar

Die Pyramiden von Güímar befinden sich nahe der gleichnamigen Stadt im Osten der Urlaubsinsel Teneriffa. Hierbei handelt es sich um langgestreckte rechteckige Terrassenbauten, die sich pyramidenförmig in die Höhe heben. Durch archäologische Ausgrabungen konnte ihre Datierung ins 19. Jahrhundert ohne Zweifel nachgewiesen werden, allerdings ist ihre ursprüngliche Funktion bis heute unklar. Durch historische Dokumente und Darstellungen der Einheimischen ist belegt, dass Pyramiden dieser Art früher an mehreren Plätzen der Insel zu finden waren. Diese wurden jedoch im Laufe der Jahre abgerissen und als preiswertes Baumaterial weiterverarbeitet. Auch in Güímar gab es ehemals neun Pyramiden, von denen mittlerweile noch sechs erhalten sind.

Interessant ist auch, dass die Form dieser besonderen Sehenswürdigkeiten an Bauwerke aus anderen Teilen der Welt erinnert. Als Beispiele gelten hierbei Länder wie Mexiko, Peru und Polynesien. Der im Jahr 2002 verstorbene, norwegische Naturforscher Dr. Thor Heyderdahl hat in diesem Fall vieles zur geschichtlichen Aufklärung beigetragen. Durch seine legendären Reisen über die Weltmeere auf selbst gebauten Binsenschiffen konnte er belegen, dass die Kulturen der Antike die Meere schon lange Zeit vor Kolumbus überquerten. Entgegen mancher Wissenschaftler, die behaupten, dass es sich bei den Pyramiden auf Teneriffa lediglich um von Bauern errichtete Steinhäufungen handle, unterscheiden sich Dr. Heyderdahls Beobachtungen hierzu grundsätzlich. Im Unterschied zu den früheren Anbauterrassen aus der Landwirtschaft wurden die Pyramiden aus winkelförmigen Blöcken errichtet, das Material wurde von erkalteten Lavaflüssen abgebaut. Auch die exakte Bauweise widerspricht der ersten Theorie weitgehend.

Museum Casa Chacona in Güímar Teneriffa Stufenpyramide in Güímar
Pyramiden von Güímar

Landkarte

Foto: Pyramiden von Güímar
Kategorien: Highlights, Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Güímar, Teneriffa, Spanien