Fürstenhaus in Weimar

Das Fürstenhaus befindet sich am Platz der Demokratie im Weimar. Erbaut wurde es zwischen 1770 und 1774 nach den Vorlagen des fürstlichen Landbaumeisters Johann Gottfried Schlegel. Beauftragt mit der Errichtung wurde der Architekt Anton Georg Hauptmann.

Ursprünglich sollte in das Gebäude die Fürstliche Landschaftskasse einziehen, wozu es jedoch nicht mehr kam. Im Jahr 1774 brannte das Weimarer Stadtschloss ab, infolgedessen Herzog Karl August in das noch nicht fertiggestellte Bauwerk einzog. Dieses trug das ab sofort den Namen Fürstenhaus. Doch schon bald darauf bereute er den Einzug. Denn es stellte sich heraus, dass das Haus über erhebliche bauliche Mängel verfügte, die aller Wahrscheinlichkeit zufolge durch den Architekten Hauptmann verursacht wurden. Schon 1781 stürzte die 74 Meter lange Decke ein. Um seinen Gewinn zu erhöhen, hatte Hauptmann offensichtlich billigeres Baumaterial verwenden lassen. Daraufhin verlor Schlegel seine Stelle als Landbaumeister. Ihm wurde vorgeworfen, keine ausreichenden Vorkehrungen für den Brandschutz des Bauwerkes getroffen zu haben.

Zwischen 1848 und 1918 diente das Fürstenhaus als Sitz des Parlamentes des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und bis 1920 als der des Freistaats Sachsen-Weimar-Eisenach. Bis 1933 tagten hier der Thüringer Landtag und das thüringische Innenministerium. Heute ist in den Räumlichkeiten des Fürstenhauses die "Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar" untergebracht.

Stadtschloss mit Schlossmuseum in Weimar Weimar Carl August Denkmal in Weimar
Fürstenhaus Weimar

Landkarte

Foto: Fürstenhaus Weimar
Kategorien: Weltkulturerbe, Historische Bauwerke

Lage: Weimar, Deutschland



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