Buchenwald Bahnhof

Auf dem Bild ist ein noch erhaltenes Gleisstück am ehemaligen Bahnhof in Buchenwald zu sehen. Dieses gehörte zu der früheren Bahnstrecke Weimar-Buchenwald. Diese war eingleisig und nicht elektrizifiert. Die Buchenwaldbahn nutzte die dreigleisige Route von Weimar bis Schöndorf mit, danach fuhr sie auf einer eigenen Trasse bis nach Buchenwald.

Die Bauarbeiten für die Strecke begannen im Frühjahr 1943. Hierfür mussten KZ-Häftlinge für die SS innerhalb eines Zeitraums von nur drei Monaten die zehn Kilometer lange Route zwischen Weimar-Schöndorf und Buchenwald errichten. Diese diente anfangs für den Transport von Rüstungsgütern. Zu Beginn des Jahres 1944 wurden rund hunderttausend Häftlinge in teils offenen Güterwaggons auf dieser Trasse befördert. Aus ganz Europa brachte man Jungen und Männer zunächst in das Konzentrationslager Buchenwald. Von dort aus wurden sie zur Zwangsarbeit in eines der Außenlager transportiert.

Ab dem Buchenwalder Bahnhof erfolgten auch Vernichtungstransporte mit kranken Häftlingen und Kindern nach Auschwitz. Als die SS Anfang des Jahres 1945 die Lager im Osten auflöste, wurden Menschen in Massen nach Buchenwald gebracht. Eine große Zahl dieser Häftlinge waren bereits bei der Ankunft tot oder starben nicht lange danach. Nach Kriegsende wurde von 1946 bis 1953 ein Teil der Route Weimar-Buchenwald für den öffentlichen Personenverkehr genutzt. Seit 2007 ist der frühere Bahnhof Buchenwald Teil des "Gedenkwegs Buchenwaldbahn". Dieser beginnt an der "Blutstraße" ca. 100 Meter nach der Abzweigung der Ettersburger Straße und endet direkt an der ehemaligen Bahnstation.

KZ Buchenwald Weimar Buchenwald Glockenturm
Buchenwald Bahnhof

Landkarte

Foto: Buchenwald Bahnhof

Lage: Weimar, Deutschland