Anna Amalia Bibliothek in Weimar

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar wurde im Jahr 1691 ins Leben gerufen. Ursprünglich war sie die "Herzogliche Bibliothek" von Herzog Wilhelm Ernst, der hier seine gesammelten 1.400 Bücher der Allgemeinheit zur Verfügung stellte. Später wurde dieser Bestand noch umfassend erweitert. 1797 beauftragte Herzog Carl August Johann Wolfgang von Goethe und dessen Kollegen mit der Oberaufsicht über die Bibliothek. Goethe führte diese bis zu seinem Tod im Jahr 1832 als Bibliothekar. Unter seiner Leitung wurde sie zu einer der bedeutendsten deutschen Bibliotheken der damaligen Zeit.

Im Zuge des dreihundertjährigen Jubiläums 1991 bekam sie den Namen der Herzogin Anna Amalia, die als ihre größte Förderin galt. Heute ist sie eine Forschungsbibliothek für Literatur- und Kulturgeschichte. Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf der deutschen Literatur, angefangen von der Aufklärung bis hin zur Spätromantik. Bekannt ist auch ihr ovaler Rokokosaal, der sich insgesamt über drei Stockwerke erstreckt.

Durch einen Brand im Dachstuhl des Hauptgebäudes im September 2004 wurden mehrere Tausend Bücher und 35 Gemälde unwiederbringlich zerstört. Unzählige Bände und Kunstwerke wurden durch Feuer und Löschwasser beschädigt. Bis 2015 konnten jedoch zahlreiche Werke restauriert werden. Bereits 2007 wurde die Herzogin Anna Amalia Bibliothek durch den Bundespräsidenten wiedereröffnet.

Goethes Gartenhaus im Ilmpark in Weimar Weimar Stadtschloss mit Schlossmuseum in Weimar
Anna Amalia Bibliothek Weimar

Anna Amalia Bibliothek

Landkarte

Foto: Anna Amalia Bibliothek Weimar
Kategorien: Highlights, Weltkulturerbe, Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Weimar, Deutschland



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