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Frauenkirche in Nürnberg

Die römisch-katholische Frauenkirche gilt als eines der bedeutendseten Gotteshäuser in Nürnberg. Sie befindet sich auf der Ostseite des zentral in der Altstadt gelegenen Hauptmarktes. Erbaut wurde sie von 1352 bis 1362 auf Veranlassung von Kaiser Karl als gotische Hallenkirche mit drei mal drei Jochen. Der westliche Giebel stammt aus dem Jahr 1509 und wurde von dem deutschen Baumeister Adam Kraft gestaltet. Ursprünglich sollten in den Räumlichkeiten der Kirche die Reichsinsignien wie Kaiserkrone, Zepter oder auch Mantel aufbewahrt werden, wozu es allerdings nie kam. Anlässlich der Taufe des Thronfolgers Wenzel im Jahr 1361 wurden diese wertvollen Objekte jedoch der Öffentlichkeit gezeigt.

Bei schweren Bombenangriffe im Januar 1945 wurde die Frauenkirche fast vollständig zerstört. Der unter der Leitung des Architekten Josef Fritz erfolgte Wiederaufbau fand 1955 seinen Abschluss. Trotz dieser Umstände sind viele aus der Erbauungszeit des Gotteshauses stammende Skulpturen von hohem Wert erhalten. Teilweise wurden an diesen umfangreiche Restaurierungen vorgenommen. Sehr sehenswert ist zudem der von einem unbekannten Künstler gestaltete Tucheraltar aus der Zeit um 1445.

Frauenkirche in Nürnberg

Landkarte

Foto: Frauenkirche in Nürnberg

Lage: Nürnberg, Deutschland