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Marienkirche in Homberg (Efze)

Die Marienkirche gilt als das Wahrzeichen der nordhessischen Stadt Homberg-Efze. Sie befindet sich auf einer kleinen Anhöhe am dortigen Marktplatz. Errichtet wurde sie im 13. Jahrhundert im gotischen Stil. Gemeinsam mit der Marburger Elisabethkirche ist sie das bedeutendste Kirchengebäude in dieser Bauart in Nordhessen.

Hinsichtlich der Reformation nimmt sie zudem einen besonderen Stellenwert ein: In dem Gotteshaus fand 1526 unter Landgraf Philipp dem Großmütigen die sogenannte Homberger Synode statt, auf deren Beschluss hin die Landgrafschaft evangelisch wurde. Aus diesem Grund ist sie auch unter der Bezeichnung Reformationskirche bekannt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde nach der Besetzung durch kaiserliche Truppen 1640 die Kirche gesprengt. Infolgedessen stürzten der Turm und das Langhaus ein. Der Wiederaufbau des Gotteshauses erfolgte laut einer steinernen Tafel am Kirchturm zwischen 1645 und 1746. Weitere Umbauten und Erweiterungen an dem Gotteshaus fanden im Laufe seines Bestehens statt. Sehr sehenswert ist die Orgel im Inneren des Gebäudes. Sie wurde zwischen 1732 und 1733 von Johann Friedrich Schäffer aus Witzenhausen errichtet.

Marienkirche in Homberg (Efze)

Landkarte

Foto: Marienkirche in Homberg (Efze)

Lage: Ort: Homberg-Efze, Schwalm-Eder-Kreis, Nordhessen, Deutschland