Alt St. Alban

Alt St. Alban gilt als eines der ältesten romanischen Kirchengebäude in Köln. Urkundlich erwähnt wurde das einstige Gotteshaus erstmals im Jahr 1172. Im Laufe des Mittelalters erfolgen an ihm mehrfache Umbauten. Zwischen 1668 und 1672 fand unter Leitung des Baumeisters Arnold Gülich eine erneute umfangreiche Umgestaltung des Gebäudes statt, infolgedessen eine Hallenkirche entstand. Der Kirchturm wurde 1494 errichtet, die Fassade wiederum stammt aus dem Jahr 1896.

Im Zweiten Weltkrieg fiel die Kirche schwerwiegenden Zerstörungen zum Opfer. Nach Kriegsende wurde sie nicht wiederaufgebaut, lediglich eine Sicherung fand statt. Besucher können heute noch die Pfeiler der Halle sowie Apsiden mit den Fensteröffnungen sehen. Die Dächer und Fenster des einstigen Gotteshauses fehlen komplett. Allerdings ist die ehemals St. Alban gewidmete Bronzeglocke des Johann von Andernach noch intakt. Nach Ende des Krieges wurde sie in mehreren Kölner Kirchen verwendet. Mittlerweile befindet sie sich als Angelusglocke in St. Gereon.

In den Ruinen von Alt St. Alban ist heute eine Gedenkstätte für die Toten der Weltkriege untergebracht. Die im Erdgeschoss der Turms zu findende Bruder-Konrad-Kapelle wurde 1960 fertiggestellt, die Einweihung fand im Jahr 1964 statt. Besucher finden hier unter anderem Ausmalungen von Peter Hecker vor. Sehr sehenswert sind zudem die von Will Thonett gestalteten Glasfenster.

Heute hat die Gemeinde von St. Alban wieder eine Pfarrkirche. Das unter dem Namen Neu St. Alban bekannte Gebäude befindet sich im Kölner Stadtteil Neustadt-Nord. Erbaut wurde dieses zwischen 1957 und 1959 nach den Entwürfen von Hans Schilling.

Wallraf-Richartz-Museum Region Köln Alter Markt in Köln
Alt St. Alban

Landkarte

Foto: Alt St. Alban
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Köln, Region Köln, Deutschland