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Zitadelle Petersberg in Erfurt

Die Zitadelle Petersberg ist eine ehemalige Festungsanlage, die sich auf einer Anhöhe von 231 Metern im Erfurter Zentrum befindet. Die auf dem Bild zu sehende Zitadelle befindet sich auf dem 231 Meter hohen Erfurter Petersberg im Zentrum der Stadt. Die imposante Festungsanlage wurde 1665 auf Veranlassung des kurmainzischen Kurfürsten und Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn im neuitalienischen Stil errichtet. Ursprünglich diente sie als Zwingburg gegen die Stadt, später sollte sie als nördlichste Festung vor Angriffen der protestantischen Mächte schützen. Es folgten mehrere Ausbauphasen, die die Zitadelle zu einer in der EU außergewöhnlichen barocken Burganlage werden ließen. Anfang des 19. Jahrhunderts besetzten die Preußen und Franzosen die Anlage für kurze Zeit. Im Zuge des Wiener Kongresses 1815 gehörte sie ab sofort mit der Stadt Erfurt zum preußischen Königreich und diente bis zur deutschen Reichsgründung 1871 als Befestigungsanlage. Auch während der beiden Weltkriege und in der Nachkriegszeit blieb sie ein zentraler militärischer Ort innerhalb der Region.

Ab 1963 war es der Öffentlichkeit teilweise möglich, das Gelände zu betreten. Nach der Wende führten das Land Thüringen und die Stadt Erfurt umfangreiche Renovierungen durch. Mittlerweile sind sich in den Gebäuden der Festung Wohnungen, staatliche Ämter sowie touristische und kulturelle Einrichtungen untergebracht. Die Zitadelle Petersberg gilt heute als eine der größten und besterhaltenen Festungen auf dem europäischen Kontinent.

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Zitadelle Petersberg in Erfurt

Landkarte

Foto: Zitadelle Petersberg in Erfurt
Kategorien: Highlights, Historische Bauwerke, Spaziergänge, Aussichtspunkte

Lage: Erfurt, Deutschland