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Erfurter Dom

Der Dom St. Marien gilt als das Wahrzeichen der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Gemeinsam mit der benachbarten St.-Severi-Kirche befindet sich dieser auf dem Domberg nahe der Altstadt. Vermutungen zufolge wurde sein erster Vorgänger ab 752 durch Bonifatius errichtet. Allerdings sind dessen Standort sowie das Erscheinungsbild nicht bekannt. Über den zweiten Vorgängerbau gibt es ebenfalls kaum Informationen. Unterlagen belegen jedoch, dass dieser im Jahr 1153 einstürzte.

Nur ein Jahr später erfolgte die Errichtung einer spätromanischen und dreischiffigen Basilika auf dem Domberg, deren Bauform bis heute erhalten blieb. Noch vor 1300 wurden an dem Gotteshaus umfassende Erweiterungsarbeiten vorgenommen. Unter anderem erfolgte der Ausbau des Mittelturms, der als Glockenhaus der berühmten Glocke Gloriosa diente. Als "Königin der Glocken" zieht sie auch heute noch mit einem unnachahmlichen Klang Besucher in ihren Bann. Im Laufe der Jahrhunderte wurden am Erfurter Dom noch viele umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen vorgenommen. Aufgrund seiner vielseitigen Architektur und der einzigartigen Lage über der Stadt ist das Gotteshaus mittlerweile weltbekannt und lockt jährlich eine Vielzahl an Touristen an.

Der Dom St. Marien fungierte nur kurzzeitig in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Bischofssitz. Während des gesamten Mittelalters über bis ins frühe 19. Jahrhundert war er Domizil des Kollegiatstifts St. Marien. Erst seit 1994 dient er wieder als Kathedrale des neugegründeten Bistums Erfurt und ist zudem Sitz des Domkapitels.

St. Severi Kirche in Erfurt Erfurt Innenraum des Erfurter Doms
Dom in Erfurt

Landkarte

Foto: Dom in Erfurt
Kategorien: Highlights, Historische Bauwerke

Lage: Erfurt, Deutschland