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St. Severi Kirche in Erfurt

Die römisch-katholische St. Severikirche befindet sich auf dem Domberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Erfurter Dom. Als einmaliges architektonisches Ensemble bilden beide das Wahrzeichen der thüringischen Landeshauptstadt. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bauform zählt die Severikirche zu den bekanntesten gotischen Werken innerhalb Deutschlands. Über die frühe Zeit des Kirchengebäudes ist recht wenig bekannt. Historische Funde deuten jedoch darauf hin, dass sich an ihrer Stelle bereits im 9. Jahrhundert ein Benediktiner-Nonnenkloster befand. Um 935 soll auf dem Domberg das Augustinerchorherrenstift St. Severi errichtet worden sein. Die vermutlich von ihm erbaute Kirche wurde 1080 und 1142 durch Brände schwer zerstört. Der danach gestaltete Neubau verfiel im Laufe des 13. Jahrhunderts nach und nach. Zwischen 1278 und 1400 wurde das aktuelle Gebäude erbaut.

Es handelt sich um eine fünfschiffige Hallenkirche mit zwei Querschiffen. Die Türme erhielten 1972/73 einen neuen Kupferbelag, eine Sanierung des Daches fand 1973 statt. Im Jahr 1982 erfolgte zudem eine neue Ausmalung in der bauzeitlichen Farbfassung. Des Weiteren wurden von 2006 bis 2009 umfangreiche Restaurierungsarbeiten an Dach, Türmen, Gebälk und Mauerwerk vorgenommen. Die frühere Stiftskirche St. Severi ist heute Pfarrkirche einer städtischen katholischen Gemeinde. In seinen Räumlichkeiten werden Gottesdienste und Andachten gefeiert. Zu den berühmtesten Ausstattungsstücken der Kirche zählen unter anderem die Grabtumba des Heiligen Severus und ein außergewöhnliches Taufgehäuse.

Augustinerkloster in Erfurt Erfurt Erfurter Dom
St. Severi Kirche in Erfurt

Landkarte

Foto: St. Severi Kirche in Erfurt
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Erfurt, Deutschland