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Hofkirche in Dresden

Die katholische Dresdener Hofkirche, auch unter dem Namen St. Trinitatis bekannt, befindet sich nördlich des Residenzschlosses zwischen dem Theater- und Schlossplatz am Altstädter Elbufer. Es handelt sich um die Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen und eine Pfarrkirche der Stadt. Erbaut wurde sie unter Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen durch den italienischen Baumeister Gaetano Chiaveri zwischen 1739 und 1755. Grund für die Errichtung eines katholischen Gotteshauses war die Konvertierung des Kurfürstens zum katholischen Glauben. Im protestantischen Sachsen musste der Bau der Kirche allerdings streng geheim gehalten werden. Das Gebäude zeichnet sich als jüngster Barockbau Dresdens aus. Mit einer Grundfläche von rund 4.800 qm ist es des Weiteren als der größte Kirchenbau Sachsens bekannt. Nahezu zeitgleich mit diesem eindrucksvollen Bauwerk entstand die nur 300 Meter entfernte evangelische Frauenkirche. Als frühere Hofkirche ist das Gebäude durch einen Übergang mit dem Residenzschloss verbunden. In der dortigen Grabkammer befinden sich die sterblichen Überreste von Kurfürsten und Königen aus dem Geschlecht der Wettiner und ihrer nahen Angehörigen.

Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde das Gotteshaus im Februar 1945 zum größten Teil zerstört. Bomben durchbrachen das Dach des Mittelschiffs. Des Weiteren stürzten das Kirchendach und das Gewölbe des Hochschiffs ein. Auch die Kreuzkapelle und die Seitenschiffe wurden schwer beschädigt. Lediglich die Bennokapelle blieb weitgehend verschont, so dass im Juni 1945 dort ein Gottesdienst abgehalten werden konnte. Unter Leitung des Instituts für Denkmalpflege wurde in Zusammenarbeit mit staatlichen und kirchlichen Einrichtungen mit dem Wiederaufbau der Kirche bereits 1946 begonnen. 1955 stand der Rohbau, sieben Jahre später wurde das Mittelschiff fertiggestellt. Der Bau der Kreuzkapelle war im Jahr 1968 vollendet.

Das Gotteshaus verfügt über eine teils sehr wertvolle Innenausstattung. Zu dieser gehören unter anderem mehrere Werke von bedeutenden Künstlern, wie zum Beispiel das von Anton Mengs gestaltete Bild des Hochaltars. Die reichlich geschmückte Kanzel wurde teilweise rekonstruiert, ihre Fertigstellung erfolgte im Jahr 1987.

Georgentor in der Dresdner Altstadt Dresden Semperoper in Dresden
Dresden Hofkirche

Landkarte

Foto: Dresden Hofkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Dresden, Deutschland