Kloster Rebdorf

Beim Kloster Rebdorf handelt es sich um ein früheres Augustiner-Chorherren-Stift, das zu der im Altmühltal gelegenen Gemeinde Eichstätt gehört. Gegründet wurde es um 1156 durch den Bischof Konrad I. von Morsbach. Die zugehörige Kirche entstand ebenfalls in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Form einer Pfeilerbasilika. Im Laufe seiner Geschichte kam es zu einigen Umgestaltungen des Klosters. Das Mittelschiff und der Chor erhielten ihre Wölbung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Zwischen 1723 und 1734 erfolgten zudem umfangreiche Umgestaltungen und Erweiterungen der Abtei durch Matthias Seybold im Stil des Barock.

Das Kloster erlangte mit der Zeit eine herausragende Stellung im Bereich des Humanismus. Vor allem die Wissenschaft wurde eine seiner wichtigsten Aufgaben. Einen weltweiten Bekanntheitsgrad erhielt die Kirche durch die frühere Klosterbibliothek, die als eine der bedeutendsten ihrer Art in Deutschland galt. Das Kloster wurde im Jahr 1806 infolge der Säkularisierung aufgelöst, es kam zur Veräußerung seiner Besitztümer.

Während der folgenden Jahrzehnte wechselten die Eigentümer des noch gut erhaltenen Gebäudes mehrfach. Erst 1855 gelangte das Bauwerk in den Besitz des Bayerischen Staats zurück, der in ihm zunächst Arbeitshäuser einrichtete. Zwischen 1946 und 1949 diente das frühere Kloster als Flüchtlingslager für Balten, später war in ihm eine Knaben-Realschule untergebracht. Zu ihr gehörte auch ein Internat, das allerdings 2007 aufgelöst wurde. Die Schule besteht jedoch bis heute. Sie bildet mittlerweile gemeinsam mit einer zugezogenen Mädchenschule ein gemeinsames Lernzentrum.

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Kloster Rebdorf

Kloster Rebdorf

Landkarte

Foto: Kloster Rebdorf
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Eichstätt, Naturpark Altmühltal, Deutschland