Kirche St. Burkard in Würzburg

Die romanische Basilika St. Burkard gilt nach der Marienkirche als das zweitälteste Gotteshaus Würzburgs. Ihr Name geht auf den Heiligen Burkhard zurück, der als der erste Bischof der Stadt in die Geschichte einging. Dieser rief auch um 750 das Andreaskloster ins Leben. Ab 983 wurde dieses dem Orden der Benediktiner überlassen. Im Oktober 986 überführte man die Gebeine des Heiligen Burkard in das Kloster. Dort fanden sie ihre letzte Ruhestätte. Seither ist die Abtei nach diesem Bischof benannt.

Die Weihung des romanischen Teils der Kirche fand im Jahr 1042 statt. Die Errichtung der nördlichen Portalvorhalle des Langhauses erfolgte 1168. Im Jahr 1250 erhöhte man die beiden Osttürme um zwei Stockwerke. Das spätgotisches Querhaus und der Ostchor kamen um 1490 hinzu. Bei letzterem erfolgte die Inneneinrichtung allerdings erst Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Abbruch des einstigen Westchors wurde unter Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn in den 1660er Jahren vorgenommen. Man brauchte den Platz für einen Umlaufkanal und neue Befestigungsmauern. Im Zuge der Säkularisation erfolgte 1803 die Auflösung des Klosters, zu dem die Kirche früher gehörte. Daraufhin wurde das Gotteshaus von der dortigen Ortspfarrei übernommen.

Im romanischen Bereich der Kirche befindet sich ein Gedenkstein der 1010 gegründeten Fischerzunft Würzburg. Die Fischer in der Stadet feiern jedes Jahr am Dreikönigstag in St. Burkard ihr Bestehen. Des Weiteren gibt es im Inneren des Gotteshauses einen Gedenktext, der an den Widerstand einzelner Gemeindemitglieder im Dritten Reich erinnert. Gegenüber des Eingangsbereichs befindet sich hinter einer Glasfront eine von Tilman Riemenschneider gestaltete Madonna. Sehr sehenswert ist auch der von den Brüdern Heinz und Matthäus Schiestl errichtete Hochaltar. In der Kirche gibt es zudem mehrere Arbeiten, die aus der Werkstatt des Rokoko-Bildhauers Auwera stammen.

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Würzburg St. Burkard

Landkarte

Foto: Würzburg St. Burkard
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Würzburg, Deutschland