Georgenkirche in Wismar

Die Wismarer St.-Georgen-Kirche wurde ca. 1295 als Kirche der Handwerker und Gewerbetreibenden erbaut. An gleicher Stelle gab es bereits einen Vorgängerbau, über den jedoch kaum etwas bekannt ist.

Das Gebäude hebt sich vor allem wegen seiner Weiträumigkeit hervor. Dies lässt sich auch durch seinen imposanten Unterbau gut erkennen. Leider konnte der Bau des Kirchturms aufgrund einer finanziellen Notlage nicht fertiggestellt werden. Sein Ende überragt den Unterbau daher nur um wenige Meter. Das gotische Bauwerk verfügt über ein Mittel-, Lang- sowie ein beeindruckendes Querschiff. Das Mittelschiff wird durch hohe Seitenschiffe getragen, seine Außenwände durch Glasurbänder mit verschiedenen Motiven verziert. Auf letzteren sind unter anderem Drachen und Dämonen zu sehen.

Bei einem Luftangriff 1945 fielen Teile der St.-Georgen-Kirche den Bomben zum Opfer. Danach verfiel sie im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehr und mehr. Dies führte dazu, dass der Nordgiebel durch einen Sturm im Jahr 1990 einstürzte. Danach wurden an dem Gebäude umfassende Renovierungsarbeiten durchgeführt, die ihren Abschluss im Mai 2010 fanden.

Wichtige Ausstattungsstücke der Kirche konnten geborgen werden. Sie wurden bzw. werden in der Heiligen-Geist-Kirche, der St. Nikolaikirche und in der Neuen Kirche vorübergehend aufbewahrt. Bei dem 1430 gebauten Hochaltar handelt es sich um den größten und wertvollsten seiner Art im gesamten Ostseeraum. In den letzten Jahren wurden an ihm gemeinsam mit dem Passionsaltar umfangreiche Restaurierungen vorgenommen.

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Georgenkirche

Landkarte

Foto: Georgenkirche
Kategorien: Weltkulturerbe, Historische Bauwerke

Lage: Wismar, Deutschland



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