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Weimars Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche)

Das Foto zeigt die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar. Es handelt sich um das bedeutendste Kirchengebäude innerhalb der Stadt. Seine Ursprünge gehen bis zur Gründung Weimars im 13. Jahrhundert zurück. Damals entstand ein erstes Kirchengebäude, das jedoch 1299 durch ein Feuer zerstört wurde. Auch das nachfolgende Gebäude fiel einem Brand zum Opfer. Das heutige Gotteshaus geht auf eine dreischiffige, im spätgotischen Stil errichtete Hallenkirche zurück, deren Erbauung von 1498 bis 1500 stattfand. Im Volksmund wird die Weimarer Stadtkirche auch als Herderkirche bezeichnet. Der Name geht auf den Philosophen und Theologen Johann Gottfried Herder zurück, der von 1776 bis zu seinem Tod 1803 in der Kirche als leitender Geistlicher tätig war. Bestattet wurde dieser auf dem zur Stadtkirche zugehörigen Friedhof. Während der Reformation predigte in dem Gotteshaus auch Martin Luther.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche mitsamt der Innenausstattung bei Bombenangriffen auf Weimar schwer beschädigt. Ihr Wiederaufbau erfolgte zwischen 1948 und 1953. Die Instandsetzung der Innenausstattung war jedoch erst 1977 vollendet. Besucher der Kirche können heute eine Vielzahl an wertvollen Kunstwerken bestaunen, wie zum Beispiel das Luther-Triptychon, den Cranachaltar sowie unzählige steinerne und bronzene Grabplatten von Verwandten der fürstlichen Familie. Seit 1998 befindet sich die Herderkirche als Teil des Ensembles "Klassisches Weimar" auf der Liste der UNESCO-Welterbe.

Stadtmuseum in Weimar Weimar Kirms-Krackow-Haus in Weimar
Weimars Stadtkirche

Landkarte

Foto: Weimars Stadtkirche
Kategorien: Weltkulturerbe, Historische Bauwerke

Lage: Weimar, Deutschland