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Villa Oppenheim in Heringsdorf

Die im Ostseebad Heringsdorf gelegene Villa Oppenheim gilt als eines der berühmtesten Beispiele für die Bäderarchitektur auf Usedom. Erbaut wurde sie im Jahr 1833 als Sommersitz der Bankiersfamilie Oppenheim. Später lebte hier in der warmen Jahreszeit der Maler Lionel Feininger, der das Bauwerk häufig als Vorlage für seine Holzschnitte und Aquarelle nutzte.

Im Dritten Reich nutzte die NSDAP das Haus unter anderem als Ortszentrale, auch war hier das Verwaltungsbüro des Bundes Deutscher Mädels untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Villa der Roten Armee in den ersten Jahren als Erholungsheim. Später nutzte es Erich Mielke als Residenz, auch fungierte die Villa zu DDR-Zeiten als repräsentatives Gästehaus.

Nach der politischen Wende wurde die Villa den Erben des Bankiers Oppenheim zurück gegeben. Diese verkauften das Haus im Jahr 1994 weiter. Heute sind in seinen Räumlichkeiten mehrere Ferienwohnungen untergebracht.

Villa Oppenheim in Heringsdorf

Landkarte

Foto: Villa Oppenheim in Heringsdorf

Lage: Ort: Heringsdorf, Usedom, Deutschland