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Ulmer Münster

Das im gotischen Stil gestaltete Ulmer Münster ist die größte evangelische Kirche innerhalb Deutschlands. Seine Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1377. Zu der damaligen Zeit war Ulm noch eine freie Reichsstadt und römisch-katholisch. Die Errichtung des imposanten Gotteshauses zog sich über viele Jahrhunderte hin. Mehrere bekannte Baumeister waren an dem Projekt beteiligt, unter anderem die Familien Parler von Ensingen, Burkhard Engelberg und Matthäus Böblinger. Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel wurde der Bau des Münsters 1543 eingestellt. Erwähneswert ist in diesem Zusammenhang, dass das Gotteshaus nicht von weltlichen oder kirchlichen Herrschern finanziert wurde, sondern von den Bürgern der Stadt.

Die Fortsetzung des Baus der Kirche erfolgte erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zuge dessen wurde das Kirchenschiff stabilisiert, zudem fand die Fertigstellung der beiden Chortürme statt. 1890 wurden schließlich auch die Bauarbeiten am Hauptturm beendet. Heute ist das Ulmer Münster ein beliebter Anziehungspunkt bei Einheimischen und Besuchern. Des Weiteren finden hier im Jahr mehr als 1.000 Gottesdienste und andere Veranstaltungen statt. Erwähnenswert ist auch der Kirchturm, der mit seinen 161,53 Metern als der höchste der Welt gilt. Besucher sollten sich zudem einen Aufstieg auf die in 143 Metern Höhe gelegene Aussichtsplattform nicht entgehen lassen. Von dieser aus haben sie einen unvergesslichen Blick auf Ulm selbst sowie auf das zu Bayern gehörende Neu-Ulm. Bei sehr klarem Himmel kann man in der Ferne sogar die Alpen sehen.

Ulm Münster

Foto: Ulm Münster

Kategorie: Highlights in Ulm



Geographische Lage

Ort: Ulm, Deutschland