Peterskirche in Merzig

Die Kirche St. Peter in Merzig gilt als das größte noch erhaltene romanische Gotteshaus des Saarlandes. Historischen Dokumenten zufolge gab es diese bereis 1182 als Teil eines Augustinerklosters. Zudem belegen die Unterlagen, dass an dem Gebäude im 13. Jahrhundert umfassende Umbauten vorgenommen wurden. Der zu dieser Zeit entstandene Bau entspricht weitgehend dem heutigen Gotteshaus.

Infolge der kompletten Zerstörung Merzigs durch die Truppen Herzog Karls I. des Kühnen von Burgund erlitt die Kirche im Jahr 1475 Schäden am Langhaus, die jedoch kurz darauf behoben werden konnten. Allerdings kam es hierbei zu leichten Veränderung des Bauwerks. Ende des 16. Jahrhunderts stürzte das Langhaus wegen Baufälligkeit ein, hierbei wurde auch der Westturm in Mitleidenschaft gezogen. Von 1595 bis 1597 erfolgte der Neuaufbau des Langhauses sowie die Sanierung des Westturmes.

Fünf Brände wüteten zwischen 1657 und 1714 in Merzig, von denen auch St. Peter nicht verschont blieb. Daher kam es von 1714 bis 1725 zu einer erneuten Renovierung des Gotteshauses unter Einbeziehung der bestehenden Bausubstanz. Im Zuge dessen fanden auch am Westturm umfangreiche Erweitungen statt. In einem Visitationsbericht aus dem Jahr 1739 wurden die Chorflankentürme als marode eingestuft, was deren Abriss zur Folge hatte. Bei den Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten Umbauten wurden die gotischen Fenster durch romanische Rundbögen ersetzt. Ab 1760 kam es zudem zu einer Verkürzung der Seitenschiffe, auch erhielt die Nordwand des Querschiffs ein großes Fenster.

Während der Französischen Revolution kam es zur Aufhebung des Klosters, an das die Kirche bis dahin angeschlossen war. Zwischen 1887 bis 1898 erfolgte eine weitere Restaurierung des Bauwerks, hierbei wurde auch der Innenbereichs komplett neu gestaltet. Heute ist das Gotteshaus die Pfarrkirche des Seelsorgebezirks Merzig.

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Peterskirche in Merzig

Landkarte

Foto: Peterskirche in Merzig
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Merzig, Saarland, Deutschland