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Dornröschenschloss Sababurg

Die Sababurg ist Teil des sagenumwobenen Reinhardswalds, der sich im nordhessischen Landkreis Kassel befindet. Im Volksmund trägt sie auch den Namen "Dornröschenschloss". Errichtet wurde die ehemalige Höhenburg ab 1334 als Zapfenburg zum Schutz der Pilger des nahegelegenen Wallfahrtsorts Gottsbüren. Damals befand sich das Bauwerk im Eigentum des Erzbistums Mainz. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit der benachbarten Landgrafschaft Hessen, die gegen den Bau der Burg waren, unterlag schließlich Mainz. Infolgedessen ging zunächst die Hälfte der Festung in den Besitz der Hessen über, später schließlich die ganze Burg. Aus diesem Grund verlor das Bauwerk seine militärische Bedeutung. Es wurde vernachlässigt und verfiel zusehends.

Ab 1490 ließ Landgraf Wilhelm I. aus den Ruinen der einstigen mittelalterlichen Festungsanlage das Jagdschloss Zapfenburg errichten, welches durch seinen Enkel Philipp I. im Jahr 1519 noch einmal erweitert wurde. Die mächtige Anlage fiel allerdings infolge von Plünderungen durch den Dreißigjährigen Krieg und späteren Siebenjährigen Krieg schweren Beschädigungen zum Opfer. Obwohl sie danach unter Landgraf Friedrich II. noch einmal aufgebaut wurde, verlor sie immer mehr an Bedeutung. Lange Zeit diente das Bauwerk nur noch als Forsthaus, das immer mehr verfiel. In den 1950er Jahren erfolgten an den Überresten des ehemaligen Schlosses umfangreiche Sanierungsarbeiten. Seit 1959 ist in seinen Räumlichkeiten ein Hotel untergebracht.

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Dornröschenschloss Sababurg

Landkarte

Foto: Dornröschenschloss Sababurg

Lage: Hofgeismar, Region Kassel, Nordhessen, , Deutschland