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Besucherbergwerk Grube Gustav

Das Besucherbergwerk Grube Gustav befindet sich im nordhessischen Meißnervorland. In dieser Region blickt der Bergbau auf eine lange Geschichte zurück. Erste urkundliche Nachweise darüber reichen bis ins Jahr 1499 zurück.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts lebten viele Menschen in der Gegend vom Kupferschiefer-Bergbau. In der Grube Gustav kann man heute noch einen derartigen Abbaubetrieb besichtigen. Hier lässt sich erahnen, wie mühselig für die Bergleute die Gewinnung des Kupferschiefers seinerzeit war. Nur die Werkzeuge Schlägel und Eisen kamen hierbei zum Einsatz. Die meisten der Bergleute erreichten kaum das 30. Lebensjahr, meist verstarben sie an Staublunge.

Wegen Erschöpfung der Ressourcen kam 1850 der Kupferschieferabbau in der Gegend zum Erliegen. In der Grube Gustav wurde ab 1897 auch Schwerspat angebaut, der unter anderem in der Farb- und Papierindustrie sowie in der Medizin Verwendung findet.

Heute ist das einstige Bergwerk ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Für Besucher besteht die Möglichkeit, die Stollen zu besichtigen und sich ein Bild von dem damals harten Alltag der Bergarbeiter zu machen. Spannend ist die Grubenfahrt, die 360 Meter unter Tage führt. Besucher werden hierbei mit einem passenden Schutzhelm ausgerüstet.

Meißner Grube Gustav

Landkarte

Foto: Meißner Grube Gustav

Lage: Ort: Meißner, Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, Nordhessen, Deutschland