Schloss Güstrow

Das Schloss Güstrow befindet sich in der gleichnamigen Stadt südlich von Rostock im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es handelt sich um eine der berühmtesten Renaissanceanlagen in Norddeutschland und gilt aus archektonischer Sicht als besonders wertvoll. An derselben Stelle befand sich bereits eine Burg, in der im 13. Jahrhundert die Fürsten von Wehrle residierten. 1436 starb der letzte in dieser Dynastie. Der Sitz ging daraufhin in dem Besitz des Herzogtums von Schwerin über. Güstrow wurde infolgedessen neben Schwerin zur Residenz der Herzöge von Mecklenburg. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts brannte ein Teil der historischen Burg ab. Der damals amtierende Herzog Ulrich III. gab daraufhin die Errichtung eines Neubaus in Auftrag. Es enstanden durch den aus einer Baumeisterfamilie stammenden Franz Parr der West- und der Südflügel. Nach einem weiteren Brand erbaute der niederländische Baumeister Philipp Brandin von 1587 bis 1591 den Ost- und den Nordflügel. Zwischen 1628 und 1630 war das Schloss der Wohnsitz von Albrecht von Wallenstein. Der Bau der Anlage fand mit der Errichtung des Torhauses und der Brücke seinen Abschluss.

Als besondere Attraktion gilt der Große Festsaal mit seiner aus dem Jahr 1620 stammenden Stuckdecke. Sehr sehenswert sind auch eine Glassammlung des Staatlichen Museums Schwerin, diverse Kunstwerke aus verschiedenen Epochen sowie eine beeindruckende Prunk- und Jagdwaffensammlung. Auch der erstmals 1590 erwähnte geschichsttächtige Garten ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er mehrmals umgestaltet und verfiel zuletzt zunehmend. Erst in den 1960er und 1970er Jahren wurde er umfassend nach historischem Vorbild saniert.

Eingang zum Schloss Güstrow Heilig-Geist-Kirche in Güstrow
Schloss Güstrow

Landkarte

Foto: Schloss Güstrow
Kategorien: Highlights, Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Mecklenburgische Seenplatte, Deutschland