Hildesheim Knochenhaueramtshaus

Das Knochenhaueramtshaus befindet sich auf dem Hildesheimer Marktplatz gegenüber des Rathauses. Das ursprüngliche Gebäude wurde im Jahr 1529 errichtet und gilt als das bekannteste Fachwerkhaus der Stadt. Ehemals handelte es sich bei dem Bauwerk um das Gildehaus der Fleischer, die auch als Knochenhauer bezeichnet wurden. Die Räumlichkeiten des Gebäudes wurden für den Verkauf genutzt, zudem dienten die dortigen Kellergewölbe als Lager. Im ersten Stockwerk fanden die Sitzungen der Gilde statt, und in der obersten Etage gab es weitere Vorratsräume und auch Wohnungen. Durch einen Brand im Jahr 1884 wurden die Giebel und das Satteldach des Hauses ruiniert.

Wie die meisten Gebäude am Hildesheimer Marktplatz wurde bei einem Luftangriff am 22. März 1945 auch das Knochenhaueramtshaus komplett verwüstet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstand an seiner Stelle 1962 das Hotel "Rose", das jedoch in den 1980er Jahren Konkurs anmelden musste. Die Hildesheimer Stadtverwaltung plante in dieser Zeit auf Wunsch vieler Bürger einen Neubau des Marktplatzes nach historischem Vorbild, so auch die Rekonstruktion des Knochenhaueramtshauses. Da die ursprüngliche Dekoration der Windbretter auf Nordseite des ehemaligen Gebäudes nicht exakt dokumentiert war, konnten diese nicht wiederhergestellt werden. Stattdessen wurden sie mit modernen Malereien ausgestattet, die Krieg und die daraus folgende Zerstörung darstellen. Mittlerweile befinden sich in den Räumlichkeiten des Knochenhauseramtshauses unter anderem das Hildesheimer Stadtmuseum und ein Restaurant.

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Hildesheim Knochenhaueramtshaus

Landkarte

Foto: Hildesheim Knochenhaueramtshaus
Kategorien: Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke, Kulinarisches & Shopping

Lage: Hildesheim, Deutschland