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Michaelskirche in Lampertheim-Hofheim

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael befindet sich im Lampertheimer Stadtteil Hofheim. Errichtet wurde sie Mitte des 18. Jahrhunderts von dem Baumeister Balthasar Neumann, der auch an dem benachbarten Wormser Dom arbeitete. Bei dem Bauherrn von St. Michael handelte es sich um den Trierer Erzbischof Kurfürst Franz Georg von Schönborn. Das einschiffige Gotteshaus entstand an der Stelle eines im gotischen Stil gehaltenen Vorgängerbaus. Über dem Eingangsbereich der heutigen Kirche befindet sich das großzügig verzierte Wappen des Bauherrn mit Inschrift, das von zwei Löwen gehalten wird.

Sehr sehenswert im Inneren des Gebäudes ist der Hochaltar, der gemeinsam mit dem Chor sowie den beiden Seitenaltären ein gut abgestimmtes Ensemble bildet. Das im Stil des Barock gestaltete Taufbecken stammt von dem ortsansässigen Holzschnitzer Rudolf Bergner. Als einmalig gilt auch der sogenannte aus 14 Gemälden bestehende Holzweg, der dem süddeutschen Barock zugeordnet wird. Erwähnenswert ist des Weiteren das an der Nordwand angebrachte Ölgemälde von der Rosenkranzbruderschaft. Unmittelbar neben dem Gotteshaus steht ein lebensgroßes Rokoko-Sandsteinkruzifix, bei dem es sich allerdings um ein Kopie handelt. Dessen Original finden Besucher im Mainzer Dom vor.

Michaelskirche in Lampertheim-Hofheim

Foto: Michaelskirche in Lampertheim-Hofheim



Geographische Lage

Ort: Lampertheim, Hessisches Ried, Deutschland