Titelbild

Hochschulstadion Darmstadt

Das Hochschulstadion entstand im Zuge der 1912 erfolgten Gründung des Sportbetriebs an der damaligen TH Darmstadt. Damals gab es bereits erste Überlegungen zur Gestaltung von Sportanlagen im Außenbereich. Wegen des Ersten Weltkriegs kam es allerdings zu der Umsetzung dieser Pläne erst in den 1920er Jahren. Unter der Leitung von Enno Heidebroek entstand 1922 der erste Sportplatz mit Laufbahnen und einer Weitsprunganlage. Dessen Einweihung fand im Juli desselben Jahres im Rahmen der Deutschen Hochschulmeisterschaften statt. Im Laufe der Folgejahre kamen noch Fußballfelder, Tennisplätze, der Tribünenbau sowie ein unbeheiztes Schwimmbad hinzu. Zudem wurde das Stadion 1930 anlässlich der IV. Studentenolympiade unter anderem um ein Marathontor und eine Tribünenanlage erweitert, auch erhielt es eine Lautsprecheranlage.

Im Dritten Reich nutzten die Nationalsozialisten das Stadion zu Wehrsportübungen sowie für verschiedene Aufmärsche. 1938 entstand des Weiteren ein eindrucksvolles Eingangsportal. Im Zuge dessen fanden die Säulen des Löwentors der Ausstellung auf der Mathildenhöhe von 1914 Wiederverwendung. Am Ende des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmten die Amerikaner die Anlage und nannten sie ab sofort Yankee-Stadium. Erst 1953 wurde die Sportstätte der TH Darmstadt wieder zurückgegeben. Von 1962 bis 1964 errichtete man südlich des Hochschulstadions einen Sporthallenbau. Seit 1985 steht das komplette Areal als ein bedeutendes Vorbild des Internationalen Stils der 1920er Jahre unter Denkmalschutz.

Ab 2009 erfolgten am Hochschulstadion grundlegende Renovierungsmaßnahmen, unter anderem wurde das Schwimmbad umfassend modernisiert. Zudem ersetzte man den bisheringen Rasen durch einen Kunstrasen. Hinzu kamen des Weiteren eine moderne Hoch-und Weitsprung- sowie eine Speerwurfanlage. Bis Mitte 2014 fanden an der Sporthalle ebenfalls umfangreiche Sanierungen statt.

Hochschulstadion Darmstadt

Foto: Hochschulstadion Darmstadt



Geographische Lage

Ort: Darmstadt, Deutschland