Marienkirche am Alexanderplatz

Die evangelische Marienkirche befindet sich nahe des Alexanderplatzes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berliner Fernsehturm. Sie gilt als die älteste noch für Gottesdienste genutzte städtische Pfarrkirche der deutschen Bundeshauptstadt. Erbaut wurde sie um 1270 im spätgotischen Stil, der bis heute weitgehend erhalten geblieben ist. Über mehrere Jahrhunderte hinweg war die Kirche das Zentrum des eng bebauten Stadtviertels rund um den Neuen Markt.

Früher bestand dieser Bezirk vorwiegend aus kleinen Fachwerkhäusern, so dass das Gotteshaus mit seinem prächtigen Feldsteinturm auf markante Weise aus diesen herausstach. Auch als im 19. Jahrhundert die umliegenden Häuser größer waren, wurden diese von der Marienkirche noch weit überragt. Dies änderte sich allerdings im Zuge der sozialistischen Umgestaltung der Stadtmitte in den 1970er Jahren. Um das Gotteshaus herum entstanden zahlreiche funktionalistische Gebäude aus Beton und Stahl. Dies hatte zur Folge, dass die Kirche mit ihrer historischen Steinfassade wie ein Fremdkörper in ihrer Umgebung wirkt. Trotz allem hat sie ihren Charme bis heute nicht verloren.

Vor allem das Innere des Gebäudes ist sehr sehenswert, wie zum Beispiel der starke Tiefenzug der langgestreckten Halle. Zudem runden die eindrucksvolle Kanzel von Andreas Schlüter, der Altar und die Orgel das Bild des spätgotischen Raumes ab. Mit zahlreichen Plastiken, Bildtafeln und Inschriften kann man die Marienkirche auch als ein kleines Kunstmuseum bezeichnen. Als ältestes Ausstattungsstück gilt hierbei das im Altarraum zu findende bronzene Taufbecken. Vermutungen zufolge handelt es sich bei diesem um ein aus dem Jahr 1437 stammendes Magdeburger Werk.

Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz Berlin Neptunbrunnen am Alexanderplatz
Marienkirche

Landkarte

Foto: Marienkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Berlin, Deutschland