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Synagoge und Jüdisches Museum Augsburg

Die auf der Aufnahme zu sehende Synagoge befindet sich im Zentrum der bayerischen Stadt Augsburg. Ihre Grundsteinlegung fand im April 1914 statt. Wegen des Ersten Weltkrieges zogen sich die Arbeiten an dem Bauwerk länger hin, so dass dessen Fertigstellung erst 1917 erfolgte. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten Teile der Inneneinrichtung, des Weiteren legten sie im Tempelraum Feuer. Glücklicherweise konnte der Brand zeitnah durch die herbeigerufene Feuerwehr gelöscht werden, denn man befürchtete eine Explosion des hinter dem Gotteshaus gelegenen Tanklagers.

Die Synagoge diente danach unterschiedlichen Zwecken, wie beispielsweise als Kleiderkammer oder auch als Sammellager für deportierte jüdische Familien aus Schwaben. Ab 1941 wurde der Tempelraum von den städtischen Bühnen als Kulissenlager genutzt. In den beiden Gemeindebauten hatten ab 1942 die NS-Volkswohlfahrt und ein Luftwaffen-Gaustab ihren Sitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es viele Jahre, bis die Synagoge erneut ihrem ursprünglichen Zweck dienen konnte. Die zugehörige Kleine Synagoge wurde ab 1963 wieder von der jüdischen Gemeinde genutzt. Zwischen 1974 und 1985 erfolgte dann der Wiederaufbau des übrigen Gotteshauses.

Seit 1985 ist im Westtrakt der Synagoge das Jüdische Museum Augsburg Schwaben untergebracht. In der vielseitigen Ausstellung erhalten Besucher umfassende Informationen über die Geschichte der Juden in Augsburg und Bayerisch-Schwaben vom 13. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Zudem versteht sich das Museum als ein Ort der Begegnung, an dem Migration, Integration und Vielfalt in hervorragender Weise gelebt werden.

Synagoge und Jüdisches Museum Augsburg

Foto: Synagoge und Jüdisches Museum Augsburg

Geographische Lage

Ort: Augsburg, Deutschland

Adresse:
Jüdisches Museum Augsburg
Halderstraße 6-8
86150 Augsburg

Website: jmaugsburg.de