Schlossgut Inching und Filialkirche St. Martin

Auf dem Foto ist das Schlossgut Inching zu sehen, rechts davon befindet die Filialkirche St. Martin. Im Vordergrund fließt gemächlich die Altmühl durch die vielseitige Landschaft.

Das Barockschloss Inching entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Sommersitz der Eichstätter Domherren und Weihbischöfe. Es gab bereits einen Vorgängerbau, der wahrscheinlich im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet wurde. Von diesem befinden sich noch einige Überreste im Erdgeschoss des aktuellen Gebäudes. Nachdem die Bischöfe aus dem Schloss ausgezogen waren, wechselte es mehrfach die Eigentümer. Einzelne Gebäudeteile und Flächen wurden separat veräußert. Im Laufe der Jahre verschlechterte sich der Zustand des Bauwerks immer mehr.

Schließlich erwarb 1919 der Denkmalpfleger, Maler, Architekt und Fotograf Heinrich Ullmann das Schlossgut. Dieser hat sich inbesondere durch die Erforschung, Dokumentation und den Erhalt der typischen Altmühl-Jurahäuser einen Namen gemacht. Zudem hinterließ er einen sehr beeindruckenden und umfassenden Bildband. In diesem sind zahlreiche historische Fotografien und Zeichnungen zu sehen. Mittlerweile betreibt der Urenkel Ullmanns gemeinsam mit seiner Frau im Erdgeschoss eine Ferienwohnung.

Bis heute bildet das Schlossgut Inching zusammen mit der katholischen Martinskirche und den Nebengebäuden ein einmaliges historisches Ensemble. Das Gotteshaus fand 1260 zum ersten Mal urkundliche Erwähung. Errichtet wurde es vermutlich unter dem Patronat Heinrich III. Da an dem Kirchengebäude niemals Umbauten stattfanden, dürften die meisten Teile von ihm noch aus dem Hochmittelalter stammen. Das Innere wurde später mit Ausnahme des Turms im barocken Stil umgestaltet.

Karstquellen an der Almosmühle bei Walting Naturpark Altmühltal Kirche St. Johannes in Walting
Inching Schlossgut

Landkarte

Foto: Inching Schlossgut
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Inching, Naturpark Altmühltal, Deutschland