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Würzburg Marienkapelle

Die auf dem Foto zu sehende Marienkapelle befindet sich auf der Nordseite des Unteren Marktes in Würzburg. Erbaut wurde sie im 14. Jahrhundert im gotischen Stil. Bei dem Gotteshaus handelt es sich um einen Nachfolgebau einer zuvor zerstörten Synagoge.

Trotz ihrer beachtlichen Größe hat das Bauwerk nach katholischem Recht lediglich den Status einer Kapelle, da die Würzburger Bischöfe der einst von Bürgern errichteten Kirche keine Pfarreirechte verliehen haben. Der Name des Gebäudes basiert auf der Jungfrau Maria, früher hieß sie auch Liebfrauen-Kapelle. In Würzburg gibt es ebenfalls eine Marienkirche, die sich im Burghof der Festung Marienberg befindet.

Die eindrucksvolle Marienkapelle auf dem Unteren Markt gilt mit ihrer spätgotischen Gestaltung als ein Höhepunkt der Kunstgeschichte Würzburgs. In den Bogenfeldern der Portale befinden sich zahlreiche dekorative Elemente, von denen die von dem Bildhauer Tilman Riemenschneider gestalteten Figuren Adam und Eva besonders erwähnenswert sind. Die Originale befinden sich mittlerweile jedoch im Mainfränkischen Museum. Bei den heute an der Kirche zu sehenden Figuren handelt es sich um Kopien aus dem Jahr 1975.

1945 brannten bei einem Feuer der Dachstuhl des Gotteshauses sowie die hölzerne Innenausstattung komplett aus. Nach dem Krieg wurde die Marienkapelle völlig neu eingerichtet. Die auf den Altären zu sehenden Tafelgemälde stammen aus dem Jahr 1514. In den Seitenschiffen finden Besucher zudem Grabmäler zahlreicher Würzburger Bürger und fränkischer Ritter vor.

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Würzburg Marienkapelle

Landkarte

Foto: Würzburg Marienkapelle
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Würzburg, Deutschland