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Wittumspalais in Weimar

Das Wittumspalais in Weimar wurde zwischen 1767 und 1769 von dem Minister und Geheimrat Jakob Friedrich von Fritsch auf dem Grundstück eines früheren Franziskanerklosters erbaut. Die Vorlage für dieses Stadtschloss stammte von dem aus Sachsen stammenden Landbaumeisters Johann Gottfried Schlegel. Nach einem Brand zog im Mai 1774 die Herzogin Anna Amalia in das Palais. Auch heute noch gilt das zweiflügelige barocke Bauwerk als bedeutendes Zeugnis der adligen Wohnkultur in der Stadt. Im dortigen Tafelzimmer trafen sich bedeutende Persönlichkeiten des klassischen Weimars unter anderem zum gedanklichen Austausch. Auch fand hier zeitweise die von Goethe gegründete "Freitagsgesellschaft" statt. Nach dem Tod der Herzogin Anna Amalia wohnte niemand mehr dauerhaft in dem Stadtschloss. In erster Linie diente es als Gästehaus sowie als Tagungsort der Freimaurerloge "Amalia".

Im Zweiten Weltkrieg wurde auch das Wittumspalais bei Luftangriffen schwer getroffen, vor allem das Dach sowie die Türen und Fenster trugen schwere Schäden davon. Im Jahr 1949 konnte es jedoch als Museum neu eröffnet werden. Auch heute noch haben Besucher die Möglichkeit, sich in den ehemaligen Wohnräumen umfassendes ein Bild der adeligen Wohnkultur in Weimar machen. Das Wittumspalais ist Teil des zum UNESCO-Welterbe erklärten Ensembles "Klassisches Weimar".

Bauhaus-Museum in Weimar Weimar Weimar Haus in der Schillerstraße
Wittumspalais Weimar

Landkarte

Foto: Wittumspalais Weimar
Kategorien: Weltkulturerbe, Museen & Ausstellungen, Historische Bauwerke

Lage: Weimar, Deutschland