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Theater Ulm

Das 1641 gegründete Theater Ulm ist das größte Schauspielhaus in Deutschland. Das Dreispartenhaus verfügt über die Bereiche Oper, Schauspiel und Ballett. Untergebracht ist es mittlerweile in dem am Herbert-von-Karajan-Platz liegenden Gebäude, das zwischen 1966 und 1969 nach den Entwürfen des Architekten Fritz Schäfer errichtet wurde.

Das Schauspiel blickt in Ulm auf eine lange Geschichte zurück. Die frühesten Nachweise für derartige Aufführungen in der Stadt reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Nach der Gründung des Theaters Ulm wurde im Jahr 1641 nach den Vorlagen des Stadtbaumeisters Joseph Furttenbach in einer Kornscheuer beim ehemaligen Dominikanerkloster ein Zweckbau für das Schauspiel errichtet. Da dieser für deutsche Verhältnisse als eine absolute Neuheit galt, war er ein Anziehungspunkt für unzählige Schaustellergruppen aus dem Umland. Im 18. Jahrhundert erfuhr das Schaupiel in Ulm eine Blütezeit. Infolgedessen zog das Theater in die zu diesem Zweck umgebaute städtische Remise um. An dieser wurden in Laufe der Zeit weitere Umgestaltungen vorgenommen. Zwischen 1944 und 1945 zerstörten Bomben das Theatergebäude beinahe vollständig. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde in der intakten Turnhalle der Wagnerschule ein Interimstheater eingerichtet, das bis zu der 1969 erfolgten Einweihung des Neubaus in Betrieb war.

Theater Ulm

Foto: Theater Ulm



Geographische Lage

Ort: Ulm, Deutschland