Kloster St. Emmeram Regensburg

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Emmeram entstand um 739 am Grab des zum Märtyrer erklärten fränkischen Wanderbischofs Emmeram von Regensburg. Es handelt sich um eine der wichtigsten ehemaligen Abteien im Freistaat. Heute zählt St. Emmeram zu den Hauptkirchen des Bistums Regensburg. Ursache ihrer großen Bedeutung war vor allem auch ihre Förderung durch deutsche Herrscher, die unter anderem aus dem Geschlecht der Karolinger stammten. Zu diesen gehörte der im 9. Jahrhundert nach Christus lebende König Ludwig der Deutsche. Dieser residierte des Öfteren in Regensburg. Seine Frau Hemma wurde sogar in St. Emmeram bestattet.

Bis zur Schließung der Abtei Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Architektur des Gebäudes durch unzählige Kaiser, Könige und Herzöge geprägt. In diesem Zusammenhang diente bei seinen stetigen Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen immer der neueste europäische Trend in der Baukunst als Vorlage. Infolge eines Brandes und der daraus resultierenden Restaurationen im 13. Jahrhundert wuchs die Bedeutung des Klosters auch in politischer Hinsicht. Denn 1295 wurde es zur reichsunmittelbaren Abtei erklärt. Im 18. Jahrhundert beauftragten die Füstäbte die Gebrüder Asam mit der erneuten Umgestaltung der Klosterkirche. Daraufhin erhielt das Bauwerk sein imposantes barockes Erscheinungsbild. Im Laufe der Jahrhunderte wurden in dem Gebäude viele Heilige, Kaiser, Könige, Herzöge sowie Mitglieder des Immerwährendes Reichstages bestattet. Die nach Regensburg übergesiedelte Adelsfamilie Thurn und Taxis erhielten die im Jahr 1810 beschlagnahmten Klostergebäude als Ersatz für verlorene Postrechte. Während die Basilika mittlerweile als Pfarrkirche dient, sind die Klostergebäude bis heute im Eigentum der Fürstenfamilie.

Regensburg Diözesanmuseum Regensburg Innenraum der Klosterkirche St. Emmeram in Regensburg
Regensburg St. Emmeran

Landkarte

Foto: Regensburg St. Emmeran
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Regensburg, Deutschland