Burg Rodenstein

Bei der Burg Rodenstein handelt es sich um die Überbleibsel einer zur Gemeinde Fränkisch-Crumbach gehörenden Hangburg im Odenwald. Erbaut wurde sie um 1240 von den Brüdern Rudolf und Friedrich von Crumbach, die sich später den Namen "von Rodenstein" gaben. Nach einer Skizze Valentin Wagners von 1634 war die Burg eine schlossähnliche Anlage, deren Gebäude eng aneinander grenzten.

Im Gegensatz zu anderen Festungen wurde die Burg Rodenstein nicht durch Belagerung oder Eroberung zerstört. Im Jahr 1640 war sie noch in gutem Zustand. Ihr letzter Bewohner Adam von Rodenstein starb 1635 mit seiner gesamten Familie an der Pest. Seitdem wurde die Burg nicht mehr bewohnt und verfiel mit der Zeit. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts diente sie als Steinbruch. In den 1880er Jahren bewahrte sie der Odenwaldklub vor dem endgültigen Verfall, indem er für die Einleitung von Sicherungsarbeiten sorgte. In den 60er, 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Burgruine umfassend saniert. Die finanziellen Mittel stellten das Land Hessen, der Odenwaldkreis und die Gemeinde Fränkisch-Crumbach zur Verfügung.

Um die Burg ragen eine Mehrzahl an Sagen und Mythen. Eine davon ist die Legende vom Rodensteiner. Dieser wurde dazu verflucht, bei einem drohenden Kriegsausbruch aus seinem Grab zu kommen und die Menschen zu warnen.

Fischbachtal Heuneburg Odenwald Gersprenzquelle auf der Neunkircher Höhe
Burg Rodenstein

Landkarte

Foto: Burg Rodenstein
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Fränkisch-Crumbach, Odenwald, Deutschland



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