Titelbild

St. Johannisfriedhof Nürnberg

Der seit 1518 bestehende St. Johannisfriedhof befindet sich westlich der Nürnberger Stadtmauer in dem 1825 eingemeindeten Stadtteil St. Johannis. Seine Ursprünge reichen bis ins 13. und 14. Jahrhundert zurück. Damals gab es hier einen Pestfriedhof sowie eine Begräbnisstätte des Leprosenhauses St. Johannis. Die Leprakranken hatten zudem die Möglichkeit, durch einen hölzernen Gang zum Gottesdienst in die St. Johanniskirche zu gelangen, ohne mit den gesunden Besuchern in Kontakt zu kommen.

Das im 13. Jahrhundert erbaute Gotteshaus wurde zwischen 1377 und 1395 um das Langhaus sowie den Chor erweitert, die Sakristei fügte man im Jahr 1446 hinzu. Eine Besichtigung des Innenraums ist sehr zu empfehlen. Neben dem beeindruckenden Hauptalter gelten auch das aus Sandstein bestehende Sakramenshaus sowie die Grabdenkmäler und Epitaphien als sehr sehenswert. Der St. Johannisfriedhof verfügt mittlerweile über einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Hier befinden sich etliche kulturhistorisch bedeutende Gräber der Nürnberger Bevölkerung aus mehr als fünf Jahrhunderten. Bestattet wurden hier unter anderem Albrecht Dürer, Veit Stoß, Ludwig Feuerbach und andere bekannte Bürger der Stadt. Der Friedhof steht heute unter Denkmalschutz.

St. Johannisfriedhof

Foto: St. Johannisfriedhof



Geographische Lage

Ort: Nürnberg, Deutschland