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Burg Fürstenberg bei Oberdiebach-Rheindiebach

Die Burg Fürstenberg liegt in einer Höhe von 152 Metern über dem Ort Rheindiebach. Erbaut wurde sie im Jahr 1219 im Auftrag von Erzbischof Engelbert I. mit dem Ziel, die kurkölnischen Besitztümer im Viertälergebiet zwischen Manubach und Bacharach zu sichern. Später kamen noch der Zwinger sowie der 25 Meter hohe Bergfried hinzu. Da sich die Burg an der Grenze zu Kurmainz befand, war sie von hohem strategischem Bedeutungsgrad. Das Bauwerk zählte früher zu den mächtigsten Festungen am Rhein, sogar den 30jährigen Krieg überstand es weitgehend unbeschadet. Im späten 17. Jahrhundert wurde die Burg jedoch von der französischen Armee gesprengt, erhalten blieb lediglich der Bergfried.

Die Ruine erfreute sich in erster Linie wegen ihrer umliegenden Weinberge großer Beliebtheit. Aus diesem Grund gehörte sie eine Zeit lang dem Weingroßhändler Wasum. Später wechselte sie häufig den Eigentümer. 1993 erwarb Gernot Stelter aus Rheindiebach die Burg. In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz erfolgten umfassende Maßnahmen zur Erhaltung des Mauerwerks. Besucher haben heute die Möglichkeit, die ehemalige Festung zu Fuß über einen durch die Weinberge führenden Weg zu erreichen. Von hier aus haben sie einen beeindruckenden Blick auf die Rhein und die weitere Umgebung.

Burg Fürstenberg bei Rheindiebach

Foto: Burg Fürstenberg bei Rheindiebach



Geographische Lage

Ort: Oberdiebach, Mittelrheintal, Deutschland