Marienkirche in Plau am See

Mit der Errichtung der Plauer Pfarrkirche St. Marien wurde im Jahr 1225 begonnen. Geplant war eine dreischiffige Hallenkirche im westfälischen Stil, in die romanische und gotische Elemente einfließen sollten. Ende des 13. Jahrhunderts stand das Backsteingebäude in seiner vollen Pracht. Viele Bestandteile des geschichtsträchtigen Gotteshauses stammen aus unterschiedlichen Epochen. Beispielsweise wurde die heutige kleine Turmspitze nach einem großen Brand im Jahr 1696 aufgesetzt. Auch der frühere Marienaltar fiel 1726 einem Feuer zum Opfer. Da die Gemeinde damals vermutlich über unzureichende finanzielle Mittel verfügte, erwarb sie daraufhin einen kleinen antiken Altar aus dem 15. Jahrhundert. Dieser befindet sich mittlerweile in der ehemaligen Sakristei, die zurzeit als Winterkirche genutzt wird.

Zwischen 1877 und 1879 wurde der Innenbereich der Marienkirche komplett umgebaut. Hierbei verschwand der alte Chor, auf dessen Grundriss ein neuer gebaut wurde. Die neugotische Einrichtung blieb trotz aller Umgestaltungsmaßnahmen in weiten Teilen erhalten. Einen hohen historischen Wert hat das Taufbecken, das aus dem Jahr 1570 stammt. Mit zwei alten niederdeutschen Inschriften erinnert es an den Auftrag der Reformation, die Bibel in der Landessprache zu verbreiten.

Die 800jährige Kirche gilt sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern als Attraktion. Erwähnenswert ist auch, dass sie nach einem Beschluss im Januar 2013 von der "Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland" zur Kirche des Jahres 2012 erklärt wurde.

Rathaus in Plau am See  an der Mecklenburgischen Seenplatte Altstadt in Plau am See
Plau am See Marienkirche

Landkarte

Foto: Plau am See Marienkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Plau am See, Mecklenburgische Seenplatte, Deutschland