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Museumsschiff Passat

Das Museumsschiff Passat befindet sich im Hafen des Lübecker Stadtteils Travemünde. Erbaut wurde es 1911 als einer der bekannten Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz. Eingesetzt wurde das Schiff zunächst als Frachtsegler zwischen Europa und Südamerika, später diente sie als frachttragendes Schulschiff für den Salpeterhandel. Als sich dieser nicht mehr lohnte, wurde der Passat an den finnischen Segler Gustaf Erikson verkauft. Dieser nutzte das Schiff für den Weizentransport zwischen Australien und Europa. Bis zum Zweiten Weltkrieg fuhr das Schiff sieben Mal nach Australien. In den Jahren 1934, 1937 und 1938 gewann es hierbei die Weizenregatta, bei dem es sich um ein bedeutendes Wettrennen der frachtfahrenden Großsegler handelte.

Nach dem Tod von Erikson veräußerte dessen Sohn sämtliche Großsegler, da er die Reederei auf Dampfschiffe umstellen wollte. Daher wurde die Passat bis 1951 als Lagerraum an die britische Regierung vermietet. Anschließend verhinderte eine Interessensgemeinschaft um Kapitän Helmut Grubbe und den Lübecker Reeder Heinz Schliewen eine Verschrottung des Schiffes. Sie ließen es nach Kiel überführen, wo es erneut zu einem frachttragenden Segelschulschiffen umgebaut wurde. Als im Jahr 1957 das Schwesterschiff Pamir infolge eines Hurrikans sank und die Passat selbst nicht lange danach nur knapp dem Untergang in einem heftigen Sturm entging, wurde sie schließlich ausgemustert.

1959 kaufte die Hansestadt Lübeck das Schiff für 315.000 DM. Ein Jahr danach fand es in Travemünde seinen dauerhaften Standort, 1978 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Heute ist in seinen Räumlichkeiten ein Museum untergebracht, des Weiteren dient das Schiff als Veranstaltungs- und Übernachtungsort.

Viermastbark Passat

Foto: Viermastbark Passat

Geographische Lage

Ort: Lübeck, Deutschland

Adresse:
Viermastbark Passat
Priwallpromenade 3a
23570 Lübeck