Hildesheim Godehardkirche

Die römisch-katholische Kirche St. Godehard befindet sich am südlichen Rand der Hildesheimer Altstadt. Errichtet wurde sie zwischen 1133 und 1172. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der wenigen Gotteshäuser Hildesheims, die seit ihrer Erbauung fast unverändert erhalten geblieben sind. Die Godehardkirche zählt zu den bedeutenden Sakralbauten der Hochromanik innerhalb Norddeutschlands. Ursprünglich diente sie den Hildesheimer Benediktinermönchen als spirituelles Zentrum, deren Kloster gemeinsam mit der Kirche 1172 der Gottesmutter und dem Hildesheimer Bischof Godehard geweiht wurden.

Im Zuge der Säkularisation konfiszierte der Staat im Jahr 1803 die Besitztümer des Benediktinerklosters. In seinen Räumlichkeiten wurde nun das Gerichtsgefängnis untergebracht. Allerdings überließ der Staat der katholischen Gemeinde die St. Godehard Kirche. Diese Entscheidung wurde jedoch durch die westfälische Regierung im Jahr 1812 rückgängig gemacht. Das Kirchengebäude diente ab sofort als Lagerraum. 1815 wurde das stark sanierungsbedürftige Gotteshaus der katholischen Kirche wieder zurückgegeben. Durch die 1945 erfolgten Bombenangriffe auf Hildeheim wurde die Godehardkirche nur geringfügig beschädigt. Diese Schäden konnten noch im gleichen Jahr wieder repariert werden. Zwischen 1945 und 1960 sowie seit 2010 dient die Kirche als Bischofssitz. Seit 1. November 2014 gehört sie des Weiteren zu der neu gegründeten Pfarrei St. Godehard.

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Hildesheim Godehardkirche

Landkarte

Foto: Hildesheim Godehardkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Hildesheim, Deutschland