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Riedwiesen von Wächterstadt

Bei den Riedwiesen von Wächterstadt handelt es sich um ein 75 Hektar großes Naturschutzgebiet westlich von Leeheim.. Sie haben sich in vorgeschichtlicher Zeit aus einer ausgetrockneten Rheinschlinge gebildet. Hier finden Besucher noch Landschaften vor, die früher den größten Teil des Hessischen Rieds prägten. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die feuchten Riedwiesen, weitläufige Biotope sowie zahlreiche Bestände von Sträuchern und Bäumen.

Da es zu Beginn des 19. Jahrhunderts immer wieder gewaltige Überschemmungen durch den Rheins gab, begann man ab 1829 mit dem sogenannten Rheindurchstich. Bei dieser Maßnahme wurden die Flussschlingen aufgebrochen, was eine Begradigung des gesamten Oberrheins zur Folge hatte. Mit der sich daraus ergebenen Eintiefung des Flusses kam es zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels. Dies führte zu einer einschneidenden Veränderung der Landschaft. Die bislang feuchten Riedwiesen wurden nach und nach in Ackerland umgewandelt. Im Laufe der Jahrzehnte verschwanden die für das Gebiet charakteristischen Riedwiesen immer mehr aus dem Landschaftsbild.

Geblieben sind lediglich einige kleine Fläche, die mittlerweile zu besonderen Naturschätzen geworden sind. Besucher können in den Riedwiesen von Wächterstadt heute einige botanische Seltenheiten bestaunen, wie zum Beispiel die bunten Pfeifengraswiesen, auf denen unter anderen Zwergveilchen, die Gelben Wiesenraute oder auch der Kantenlauch wachsen. Die Biotope sind wiederum zu einer Heimat von mehreren Vogelarten geworden, zu denen unter anderem die Rohrammer oder auch das Blaukehlchen gehören.

Riedwiesen von Wächterstadt

Foto: Riedwiesen von Wächterstadt

Riedwiesen von Wächterstadt

Geographische Lage

Ort: Riedstadt, Hessisches Ried, Deutschland