Dom in Halberstadt

Bei dem evangelischen Dom St. Stephanus und St. Sixtus handelt es sich um eines der wenigen großen Kirchenbauwerke im Stil des französischen Kathedralschemas in Deutschland. Er befindet sich am Rand des historischen Zentrums von Halberstadt. Nach seiner Errichtung, die ab 1236 in mehreren Etappen stattfand, wurde er im Jahr 1491 geweiht. In seinem Inneren sind eine Vielzahl an Kunstwerken zu finden. Anhand der reichlich verzierten mittelalterlichen Glasfenster fühlt sich der Besucher in eine andere Welt versetzt. Einmalig ist auch der Domschatz, der aus über 600 Objekten besteht. Zu diesen gehören unter anderem Deutschlands größte mittelalterliche Kunstsammlung, eine kostbare Weihbrotschale aus dem 11. Jahrhundert sowie zahlreiche weitere Skulpturen.

Zwischen 1882 und 1891 wurden die Kirchtürme wegen Baufälligkeit abgetragen. Weite Teile des Bauwerks gerieten im Jahr 1945 bei Bombenangriffen unter Beschuss. Insbesondere der Dachstuhl, der Neue Kapitelsaal und das Gewölbe des Hohen Chors wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Umfassende Sanierungsarbeiten fanden bis 1956 statt. Seit dieser Zeit kann der Dom wieder besucht werden. Im Laufe der letzten Jahre wurde der historische Kirchturm für rund 340.000 Euro wiederhergestellt. Die vergoldete Turmspitze wurde im Oktober 2010 aufgesetzt. Die Einweihung fand am darauffolgenden Reformationstag statt.

Auf der rechten Seite dieser Aufnahme sind im Hintergrund die Türme der benachbarten St. Martinikirche zu erkennen.

Halberstädter Altstadt  im Harz Kanzel mit Altar im Halberstädter Dom
Dom Halberstadt

Landkarte

Foto: Dom Halberstadt
Kategorien: Highlights, Historische Bauwerke

Lage: Halberstadt, Harz, Deutschland