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Alte Wache am Millerntor

Die Aufnahme zeigt einen Blick auf die Alte Wache am Millerntor in Hamburg. Sie stammt aus der Mitte des 19. Jahrunderts, einer Zeit, in der die Hansestadt lediglich durch Stadttore betreten und verlassen werden konnte. Bei dem kleinen Haus handelt es sich um das letzte von ehemals vier Gebäuden eines Torhaus-Komplexes, der nach den Vorlagen des bekannten Baumeisters Carl Ludwig Wimmel von 1819 bis 1820 im Stil des Klassizismus errichtet wurde. Der einstöckige Bau zählt zu den ältesten Gebäuden des Stadtzentrums und hebt sich durch seinen Säulenportikus sowie das flache Satteldach in besonderer Weise hervor.

Des Weiteren erinnert die Alte Wache an die Unruhen des Revolutionsjahres 1848 in Hamburg, denn vor dem Gebäude gab es das erste Opfer der Proteste gegen Steuern und Torsperre. Obwohl das Bauwerk von den Zerstörungen des Großen Brandes sowie des Zweiten Welkriegs verschont geblieben ist, geriet es lange Zeit in Vergessenheit. Schließlich nahmen sich Anfang der 2000er Jahre der Hamburger Lions Club und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dem mittlerweile mit Graffiti beschmierten und von Autounfällen beschädigten Bauwerk an. Die Alte Wache, die damals noch an der stark befahrenen Straße des Millerntordamms stand, wurde nun weiter nach hinten in die alten Wallanlagen versetzt. Danach erfolgten an ihr umfassende Sanierungsarbeiten mit Zuschüssen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Seit 2013 ist in den Räumen des Bauwerks ein Museum für Hamburgische Geschichtchen untergebracht. Hier können sich Hamburger Bürgerinnen und Bürger in heimeliger Atmosphäre treffen und ihre Geschichten zur Stadt erzählen.

Millerntorwache

Foto: Millerntorwache

Kategorie: Museen in Hamburg



Geographische Lage

Ort: Hamburg, Deutschland