Dom St. Marien in Freiberg
Der Dom St. Marien befindet sich am Untermarkt in Freiberg im Erzgebirge. Es handelt sich um eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke Sachsens. Obwohl die Kirche nie Bischofssitz war, beeindruckt sie durch ihre außergewöhnlich reiche Ausstattung. Zu den bekanntesten Kunstschätzen zählen die Goldene Pforte, die kunstvolle Tulpenkanzel, die berühmten Silbermann-Orgeln sowie der Chor. Letzterer wurde zur Grablege der albertinischen Wettiner umgestaltet.
Die Ursprünge des Gotteshauses reichen bis ins späte 12. Jahrhundert zurück, als die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen entstand. Von dieser frühen Kirche blieben nach dem verheerenden Stadtbrand von 1484 die Goldene Pforte, die Triumphkreuzgruppe und Teile des Chores erhalten. Anschließend wurde das Gotteshaus als spätgotische Hallenkirche neu errichtet und 1512 geweiht. Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Chor seine Funktion als Begräbnisstätte der Wettiner. Geplante Turmbauten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden nie vollständig umgesetzt, wodurch der charakteristische spätgotische Eindruck bewahrt blieb. Eine umfassende Restaurierung im Jahr 1971 sicherte den Erhalt des bedeutenden Baudenkmals und seiner wertvollen Gewölbemalereien.


Foto: Freiberg Dom
Geographische Lage
Ort: Freiberg, Erzgebirge, Deutschland
Adresse:
Dom St. Marien
Untermarkt 1
09599 Freiberg
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