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Mozartturm in Darmstadt

Der unter Denkmalschutz stehende Mozartturm befindet sich im hinteren Teil der Rheinstraße in Darmstadt. Er entstand im Jahr 1936 als Luftschutz- und Flakbunker. Letztere werden für Flugabwehrkanonen und deren Feuerleitanlage genutzt. Auch auf dem Dach des späteren Mozartturms befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Flugabwehrgeschütz, das vor allem zur Verteidigung des Hauptbahnhofes sowie des im Westen gelegenen Stadteinganges diente. Das Bauwerk trug damals den Namen Richthofenbunker, der auf dem deutschen Militärflieger Manfred Freiherr von Richthofen basierte.

Während des folgenschweren britischen Luftangriffs auf Darmstadt am 11. September 1944 wurden von hier aus die Brandbekämpfung sowie die Rettung eingeschlossener Personen koordiniert. 1945 fand im Mozartturm die Unterzeichnung der Kapitulation der Garnison der Stadt gegenüber den US-amerikanischen Truppen statt. Auf Anordnung der Alliierten wurde das Bauwerk dananch entfestigt und fungierte ab 1950 als Obdachlosenasyl. Nach dessen Schließung ging der Turm in Privateigentum über. Daraufhin erhielt er ein Mozart-Archiv mit Tonstudio und integriertem Veranstaltungsraum, wodurch er zu seinem aktuellen Namen kam. 2002 erhielt das Bauwerk eine Turmkanzel aus Edelstahl mit einem Mobilfunkmast. Der Mozartturm ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Allerdings kann er einmal im Jahr am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.

Mozartturm in Darmstadt

Foto: Mozartturm in Darmstadt



Geographische Lage

Ort: Darmstadt, Deutschland