Minoritenkirche in Köln
Die Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis befindet sich am Kolpingplatz in Köln. Sie zählt zu den bedeutendsten gotischen Bettelordenskirchen der Stadt. Errichtet ab 1245 war sie einst das Hauptkloster der Kölnischen Franziskanerprovinz und beherbergte ein Generalstudium, an dem auch der Theologe Johannes Duns Scotus lehrte. Heute ist dieser in der Kirche bestattet, ebenso wie der selige Sozialreformer Adolph Kolping.
Die dreischiffige Basilika mit schlichtem Kreuzrippengewölbe und markantem Dachreiter wurde mehrfach umgestaltet, zuletzt nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg. Ein spätgotischer Flügelaltar, ein modernes Glaskruzifix von Thomas Kesseler und zahlreiche Reliquien prägen den Innenraum. Die Kirche war einst das Zentrum für Bruderschaften und Zünfte, später die Zusatzkirche des Doms. Mittlerweile ist sie Teil des Seelsorgeraums Köln-Mitte, zudem wird sie vom internationalen Kolpingwerk genutzt.
Nach der Säkularisation wurde das Kloster abgerissen, an seiner Stelle steht heute das Museum für Angewandte Kunst. Die Minoriten kehrten 1929 zurück und wirken seither seelsorglich. Vor der Kirche erinnert ein Denkmal an den Reformer Adolph Kolping.

Foto: Köln Minoritenkirche
Geographische Lage
Ort: Köln, Region Köln, Deutschland
Adresse:
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Kolpingplatz 1
5066 Köln
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