Siebenschlehener Pochwerk
Im Technischen Museum Siebenschlehener Pochwerk in Schneeberg-Neustädtel tauchen Besucher in die Erzaufbereitung des 18. und 19. Jahrhunderts ein. Ein sechs Meter großes Wasserrad treibt originalgetreu rekonstruierte Pochstempel an. Diese zerkleinern das Kobalt-, Silber- und Nickelerz, wie einst zur Blütezeit des Bergbaus in der Region. Die Ursprünge der Anlage reichen bis Ende des 15. Jahrhunderts zurück. Sie wurde mehrfach modernisiert und diente bis 1929 sowie kurzzeitig im Zweiten Weltkrieg zur Erzverarbeitung.
Heute beherbergt das denkmalgeschützte Ensemble eine Dauerausstellung zur Geschichte des regionalen Bergbaus. Zum Museum gehören neben dem Pochwerk mit Radstube, Pochsätzen und Stoßherden auch das historische Steigerhaus, die Kobaltkammern, ein Kunstgraben sowie der Knappschaftsteich. Empfehlenswert ist zudem eine Wanderung auf dem rund acht Kilometer langen Bergbaulehrpfad mit Stationen an alten Fundgruben, Halden und dem Filzteich. In der Nähe liegt zudem die 1665 erstmals erwähnte Silberschmelzhütte St. Georgen. Führungen sind vor Ort in den Sommermonaten nach Anmeldung möglich.


Foto: Schneeberg Siebenschlehener Pochwerk
Kategorie: Museen im Erzgebirge
Geographische Lage
Ort: Schneeberg, Erzgebirge, Deutschland
Adresse:
Technisches Museum Siebenschlehener Pochwerk
Lindenauer Straße 22
08289 Schneeberg
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