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Erzgebirge

Geyersche Binge

Die Geyersche Binge befindet sich am Südostrand der Stadt Geyer. Es handelt sich um eine der eindrucksvollsten Bergbaugruben des Erzgebirges. Sie entstand durch jahrhundertelangen Zinnabbau, der seit dem späten 14. Jahrhundert urkundlich belegt ist. Intensive Förderung, Feuersetzen und zahlreiche untertägige Hohlräume führten 1704 und 1803 zu zwei großen Einstürzen, die den heutigen, bis zu 60 Meter tiefen Einsturzkessel formten.

Im 18. Jahrhundert gehörte der Geyersberg mit seinen zahlreichen Zechen, Pochwerken und Hütten zu den bedeutendsten Zinnrevieren Sachsens. Weitere Einstürze und wirtschaftliche Rückschläge leiteten im 19. Jahrhundert das Ende des Bergbaus ein. Später wurde die Binge als Steinbruch genutzt, bevor man sie 1935 unter Naturschutz stellte. Heute kann sie auf befestigten Wegen erkundet werden. Ein Lehrpfad informiert über Geologie, Flora und Fauna sowie die Bergbaugeschichte. Von Mai bis Oktober werden thematische Führungen angeboten, die die Entstehung des Kraters und historische Bergbautechniken anschaulich vermitteln.

Geyer Binge

Foto: Geyer Binge

Geographische Lage

Ort: Geyer, Erzgebirge, Deutschland

Adresse:
Geyersche Binge
Bingeweg 21
09468 Geyer


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