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Bamberger Sternwarte und Planetenweg

Die Bamberger Sternwarte wurde im Jahr 1889 eröffnet. Ihre Finanzierung erfolgte mit Mitteln aus dem Nachlass des Juristen und Amateurastronomen Karl Remeis. Errichtet wurde das Gebäude nach dem Modell der Straßburger Sternwarte, die zu der damaligen Zeit als die modernste ihrer Art galt. 1962 integrierte man die Remeis-Sternwarte als Astronomisches Institut in die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Des Weiteren ist sie mittlerweile Teil des Erlangen Centre for Astroparticlephysics.

Obwohl hier seit Beginn der 1960er Jahre keine praktische Forschung und Beobachtung mehr stattfindet, sind die Instrumente vor Ort nach wie vor ein bedeutender Bestandteil in der Ausbildung von Studenten der Astronomie, Physik und Astrophysik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Etwa einmal im Monat finden in der Bamberger Sternwarte zudem Führungen statt, die vom Förderverein der Sternwarte organisiert werden.

Sehr empfehlenswert ist auch das Erwandern des zugehörigen Planetenweges, der 2014 ins Leben gerufen wurde. Auf diesem legt man mit einem Schritt 18 Millionen Kilometer zurück, auf dem sich anschließenden Milchstraßenweg sogar rund 50 Billionen Kilometer. Durch diese maßstabsgetreue Verkleinerung wird Besuchern die eindrucksvollen Entfernungen im All auf anschauliche Art vermittelt. Deutlich wird zudem die relativ überschaubare Größe unseres Sonnensystems im Vergleich zur gesamten Galaxie. Zu den jeweiligen Planeten gibt es Informationstafeln, die im entsprechenden Abstand zueinander aufgestellt wurden.

Bamberg Sternwarte

Foto: Bamberg Sternwarte

Sternwarte und Planetenweg

Geographische Lage

Ort: Bamberg, Deutschland