RWTH Hauptgebäude in Aachen

Auf dem Bild ist das Hauptgebäude der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) zu sehen. Diese ist mit mehr als 40.000 Studenten die größte Universität für technische Studiengänge in der Bundesrepublik. Gegründet wurde sie zu der Zeit, als Aachen Teil des Preußischen Königreichs war. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen den Städten Aachen und Köln, die sich beide um den Sitz einer polytechnischen Schule bemüht hatten, fiel 1863 durch einen Erlass Königs Wilhelm I. die Wahl auf Aachen. Es dauerte dann allerdings noch rund sieben Jahre, bis die Einrichtung mit 32 Lehrkräften und 223 Studierenden inmitten des Französisch-Deutschen Krieges den Lehrbetrieb aufnehmen konnte. 1880 entstand aus der Polytechnischen Schule eine Technische Hochschule mit einem Direktor an der Spitze.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die RWTH mitsamt anderen Hochschulen politisch gleichgeschaltet. Die Freiheit der Lehre und der Forschung unterlag deutlichen Einschränkungen, Dozenten wurde die Lehrerlaubnis entzogen und eine große Anzahl an Studierenden musste die RWTH verlassen. Aufgrund der Nähe zu Belgien und den Niederlanden war die Hochschule während des Zweiten Weltkriegs ein Jahr lang geschlossen. In der Nachkriegszeit wurde der Betrieb der RWTH wieder aufgenommen. Neue nicht-technische Fachbereiche kamen hinzu, im Jahr 1965 die Fakultät für Philosophie und 1966 die medizinische Fakultät. So wurde die ehemals rein technischen Hochschule zur Universität. Mit ihrem Zukunftskonzept RWTH 2020 gehört sie nun zu den neun deutschen Universitäten, die im Zuge der Exzellenzinitiative 2007 in die Förderung der Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung integriert wurden.

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RWTH Hauptgebäude

Landkarte

Foto: RWTH Hauptgebäude
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Aachen, Deutschland