Hildesheim Kreuzkirche

Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche befindet sich im alten Stadtkern von Hildesheim nahe des Doms. Sie gehört zu den bedeutendsten Gotteshäusern der Stadt. Das ursprüngliche Bauwerk wurde im 9. Jahrhundert errichtet und war noch im 10. Jahrhundert die östliche Torbefestigung innerhalb der Stadtmauer. Unter Bischof Hezilo fand eine Umgestaltung dieses Gebäudes zu einer Kirche statt, die im Jahr 1079 zu Ehren des Heiligen Kreuzes geweiht wurde.

Im Laufe seiner Geschichte wurden an dem Gotteshaus unzählige Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen vorgenommen. Unter anderem kamen die beiden Seitenschiffe hinzu, wobei das südliche mit den Seitenkapellen im gotischen Stil erbaut wurde. Das nördliche Seitenschiff stammt aus der Zeit nach 1700, als die Seitenwand der Heilig-Kreuz-Kirche durch Bodenabsenkungen instabil wurde und daher Renovierungsarbeiten notwendig waren. 1781 wurde der Turm des Gebäudes erhöht und mit barocken Details gestaltet. Aufgrund der vielen Umbauten vereint die Kirche heute einen interessanten Gegensatz von frühmittelalterlicher und hochbarocker Architektur.

Am 22. März 1945 wurde die Kreuzkirche bei einem Bombenangriff auf die Stadt schwer beschädigt. Da die dort beherbergten Kunstschätze jedoch rechtzeitig ausgelagert worden waren, blieben diese verschont. Der einzige unbeschädigte Teil der Kirchengebäudes war die spätgotische Sakristei. Mit dem Wiederaufbau des Gotteshauses wurde im Jahr 1948 begonnen. 1952 fand seine erneute Einweihung statt. In der Heilig-Kreuz-Kirche finden Besucher einen imposanten Schatz an wertvollen Kelchen, Paramenten und liturgischen Objekten vor.

Zwischen 2008 und 2009 wurde die Sakristei restauriert und zu einem Bereich für Stille und Gebet umgestaltet

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Hildesheim Kreuzkirche

Landkarte

Foto: Hildesheim Kreuzkirche
Kategorien: Historische Bauwerke

Lage: Hildesheim, Deutschland


 

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